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Fechten ist eine gute Charakterschulung. Wenn man sich wie beim Fasnachts-Plauschturnier «verkleidet», macht es noch mehr Spass.

eJournal Rundschau vom 31. Januar 2019, von Isabel Steiner Peterhans

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Batman gegen das rosarote Einhorn oder doch Zorro gegen einen Pinguin? Wer vergangenes Wochenende einen Blick in die Turnhalle Tannegg warf, traute wohl seinen Augen nicht. «Nein, die Fasnacht ist noch nicht gestartet», witzelte Andreas Haldimann, Sportchef und Trainer des Fechtclubs Baden, erfreut. «Wir treffen uns heute zum allersten Fasnachts-Fechten, und verkleidet anzutreten, ist natürlich Ehrensache.» Haldimann hat bereits selbst an Fasnachts-Fechtveranstaltungen in Luzern teilgenommen und fand die Idee derart witzig, dass er sie kurzerhand nach Baden geholt hatte. «Hier zählt wirklich nur der Spassfaktor, es gibt keine Benotung und schon gar keine Qualifikationen», sagte der Fechtlehrer. Gegen 20 teilnehmende Fechterinnen und Fechter jeden Alters liessen sich auf dieses eher ungewöhnliche Fasnachtsunterfangen ein, und die Stimmung an diesem Samstag hätte nicht ausgelassener sein können.

Die offizielle Wettkampfsprache

«Französisch muss man bei uns nicht sprechen können», erklärte später Patrick Hofer, Präsident des Fechtclubs Baden, augenzwinkernd. Die offizielle Wettkampfsprache bei der Randsportart Fechten ist nämlich französisch. Aber so genau nehmen die Vereinsmitglieder das nicht, Hauptsache, der Spass überwiegt bei dieser Kampfsportart. Gefochten wird mit Florett, Degen und leichten Säbeln, und «duelliert» wird heute höchstens noch auf punktebasierender Ebene. Trainiert wird jeweils dienstags und donnerstags. Die Sportart kann ganzjährig ausgeübt werden, was viele Vorteile mit sich bringt.

Fechten – auch mit Handicap

Seit 2012 bietet der Club «Fechten im Rollstuhl» an. So können auch sportlich begeisterte Menschen mit Behinderung den Fechtsport problemlos ausüben. «Das Rollstuhlfechten ist nicht an ein Alter gebunden, die Trainings finden jeweils am Dienstag statt, und wir unterstützen gerne bei Transportfragen», sagt Andreas Haldimann. Fechten ist für viele wohl eine noch unbekannte Sportart. Schade eigentlich, denn spezielle Voraussetzungen braucht es keine, um diese auch auszuüben. «Deshalb führen wir auch untypische, witzige Anlässe durch, um jüngere Interessierte mit ins Boot zu holen», erklärt Vereinspräsident Patrick Hofer. Um das Trainigsangebot auch tagsüber ausbauen zu können, ist der Fechtclub derzeit auf der Suche nach einer permanenten Einrichtung. Diese sollte vorzugsweise mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sein.

Originalbeitrag eJournal

 

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